Standbild bauen

Ein Standbild kann man zu szenischen Texten erstellen, die eine dialogische Form und gegebenenfalls Regieanweisungen enthalten. Ein Standbild ist eine „eingefrorene“ pantomimische Konstellation: eine aus lebendigen Menschen gebildete und dann erstarrte Figurengruppe, die Personen in einer bestimmten Haltung darstellt, sodass Wesentliches über ihren Charakter und ihr Verhältnis zueinander erkennbar wird. Damit kann man Situationen und Figuren besser verstehen.

Wie bildet man ein Standbild?

Die Klasse wird (nach Anzahl der zu bauenden Standbilder) in Gruppen aufgeteilt, wobei jede Gruppe sowohl Mädchen als auch Jungen aufweisen sollte. Es wird eine Zeit vereinbart, innerhalb derer ihr fertig werden solltet. Man kann auch hier einen Zeitwächter je Gruppe bestimmen.

Zur Erstellung des Standbildes geht man folgendermaßen vor:

1. Lest den Textausschnitt gemeinsam. Haltet dabei fest, worum es inhaltlich vor allem geht. Überlegt, wie das Verhältnis der auftretenden Figuren zueinander gestaltet ist. Versucht weitere Eindrücke zu formulieren: Gestik, Mimik, Körperhaltung.

2. Die einzelne Gruppe teilt sich auf in Darsteller und „Standbildbauer“. Bei der Auswahl der Darsteller ist es nicht zwingend erforderlich, dass Jungen Männerrollen und Mädchen Frauenrollen übernehmen. Allerdings sollte die Auswahl der Darsteller in Bezug auf die darzustellenden Personen nicht völlig konträr ausfallen.

3. Die Darsteller werden, gemäß den Vorüberlegungen, von den Standbildbauern in Position gestellt und – einer Knetmasse gleich – geformt, ohne selber gestaltend einzugreifen. Dabei werden Körperhaltungen und Personenkonstellationen so lange formend verändert, bis das Bild dem entspricht, was man ausdrücken möchte.

4. Das endgültige Standbild wird „eingefroren“, die Darsteller prägen sich ihre Stellungen ein, sodass im Plenum das Standbild wieder abgerufen werden kann.

Wie bespricht man ein Standbild?

Im Plenum werden die Standbilder nacheinander aufgebaut. Die nicht beteiligten Schülerinnen und Schüler beschreiben, was sie sehen und was das Bild für sie ausdrückt. Dabei können sie auch das Standbild verändern, um ihre Deutung zu veranschaulichen. Auch die Darsteller können zu ihren Empfindungen befragt werden. In einem zweiten Schritt erläutert die darstellende Gruppe ihr Ergebnis. So geht es Gruppe für Gruppe reihum.

 

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